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Power made in GermanyPower made in Germany

Amazon und der Trend zur Selbstabholung

Frei nach dem Motto „Möchten Sie Ihre Lieferung abholen?“ bietet Amazon seit kurzem auch die Möglichkeit, Bestellungen bei einer Vielzahl von „Abholstationen“ in Empfang zu nehmen. Größtenteils handelt es sich dabei um Paketshops des Versand-Dienstleisters Hermes. Für Amazon stellt die Initiative nicht den ersten Flirt mit stationären Abholmöglichkeiten dar: Bereits seit längerem ermöglicht Amazon die Lieferung an Packstationen des Versenders DHL. Und seit Ende vergangenen Jahres bietet der Onlinehändler im Rahmen eines Testlaufs eine Reihe eigener Abhol-Automaten („Amazon Lockers“) in Einkaufszentren in Seattle, New York und London an. Die „Abholstationen“ von Amazon machen deutlich, dass eine nicht zu unterschätzende Zahl von Online-Kunden grundsätzlich Interesse an der Selbstabholung ihrer Bestellung besitzt:

So zeigten in der aktuellen Studie „Multikanalvertrieb: ganz klar! Aber wie?“ des E-Commerce Leitfadens 47 Prozent der befragten 556 Konsumenten Interesse dafür, online bestellte Waren im lokalen Ladengeschäft des Händlers vor Ort abzuholen. Der genauere Blick lehrt, dass Warenabholung vor allem für Kunden ein Thema ist, die noch eine geringe Affinität zum E-Commerce aufweisen. So steigt die Bereitschaft bei Konsumenten, die in den letzten vier Wochen vor der Befragung keine Online-Käufe getätigt haben, auf ganze 73 Prozent. Bei Kunden mit 1 bis 2 Käufen im Monat sinkt dieser Wert auf 55 Prozent und beträgt bei Konsumenten mit mehr als 3 Online-Einkäufen in vier Wochen nur noch 39 Prozent. Das Fazit der Studien-Autoren: „Powershopper lassen sich von der Abholung nicht überzeugen.“

Weitere Studienergebnisse:

  • die Bereitschaft zur Warenabholung steigt mit dem Wert der bestellten Produkte. So würden nur rund ein Drittel eine DVD oder ein Buch im stationären Geschäft abholen, können sich aber mehr als die Hälfte die Selbstabholung von TV-Geräten, teuren Rucksäcken oder Uhren vorstellen.
  • Selbstabholer nehmen erstaunliche Wegstrecken in Kauf: Während 56 Prozent 5 km tolerabel finden, würden 38 Prozent sogar bis zu 20 km zurücklegen. Für ein teures Fernsehgerät, würden sogar ein Fünftel der Käufer zur Abholung einen Weg bis zu 50 km in Kauf nehmen.
  • 58 Prozent der überzeugten Selbstabholer schätzen es, dass sie auf diese Weise Versandkosten sparen. Ebenfalls für 58 Prozent spielt die zeitliche Ungebundenheit eine Rolle: Sie müssen zur Entgegennahme der Lieferung nicht zu Hause sein. 51 Prozent meinen, dass die Warenabholung einfach schneller gehe.
  • Zudem spielen Sicherheitsaspekte eine Rolle: Für 61 Prozent der Konsumenten, die im Befragungsmonat nichts im Internet kauften, ist ein Vorteil der Selbstabholung, dass sie so ihre Zahlungsdaten nicht online preisgeben müssen. Und weitere 48 Prozent schätzen es, dass sie bei der Abholung sicher sein können, die bestellte Ware auch wirklich zu erhalten.

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