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E-Commerce Frameworks und E-Commerce as a Service (EaaS)

Manche Branchenexperten bemängeln bereits seit einigen Jahren, dass ambitionierte junge E-Commerce-Unternehmen viel zu häufig von starren Shopsystemen ausgebremst würden. Auch Gründer, die mit alternativen Handelskonzepten auf der grünen Wiese an den Start gingen, würden so letztlich ihrer Innovationskraft beraubt. Schließlich können diese Unternehmen nicht auf bewährte Konzepte setzen, sondern müssten stattdessen ihr Geschäftsmodell flexibel auf die Marktentwicklung und Bedürfnisse ihrer Zielgruppe anpassen. Doch auch deren Zielgruppe an sich kann sich schnell ändern. Und damit notwendigerweise auch, zumindest partiell, deren Geschäftsmodell.

gruene-wiese

Althergebrachte Shop-Software kann mit dieser notwendigen Flexibilität nicht Schritt halten. Auch ist es viel zu aufwendig, kleinere Szenarien just-in-time zu testen, ohne aufwendige und teure IT-Prozesse anzustoßen.

Die Technologie muss sich dem Geschäftsmodell anpassen und nicht andersrum

Gleichzeitig ist eine Standard-Shop-Software in der Regel vergleichsweise starr und „aufgebläht“, muss sie doch den verschiedensten Ansprüchen genügen und daher eine Vielzahl an Funktionen bereithalten, die nur jeweils ein Teil der Anwender tatsächlich benötigt. Und ausgerechnet diese Anwender brauchen die Funktionen dann vielleicht doch noch etwas anders. Nämlich so, wie es in deren Hause schon immer gemacht wurde und sich auch bewährt hat. Das geht bei Standard-Shop-Software natürlich nicht oder kaum. Stattdessen müssen sich die internen Prozesse häufig der Software anpassen. Anders bei den sog. neuen Shop-Technologien.

Commercetools SPHERE.IO, Spryker & Co.

Bei Spryker beispielsweise sind viele Standards bereits angelegt und vorgedacht, aber man kann sie nicht im Sinne konfigurierbarer Features ausrollen. Es gibt nirgends einen Button zur Einstellung der Mehrwertsteuer usw. Die Händler haben hier alle Freiheiten mit allen damit einhergehenden Nachteilen.

Leserkommentar zu einem Blogartikel über Spryker: „Wenn der Entscheider auf Schlagwörter wie “Standard” und “Time-to-Market” steht, dürfte es schwieriger sein, mit Spryker zu punkten. Begeistert sich der Entscheider dagegen lieber für Begriffe wie “Offenheit”, “Flexibilität”, “Performance” dürften die Chancen viel besser stehen. Dürfte immer eine Frage sein, in welcher Falle der Entscheider zuletzt gesessen hat: Hat er zuletzt eine Individualentwicklung erlebt, die massig Geld verschlungen hat und doch niemals erfolgreich fertig wurde, wird unser Entscheider vermutlich so genannte “Standardsoftware” lieben. Hat er sich jedoch zuletzt vom starren Gerüst einer “Standardsoftware” und den damit verbundenen Beschränkungen eingeengt gefühlt, wird er wohl für den Frameworkansatz aufgeschlossen sein. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass momentan eher mehr Leute gerne das starre Korsett einer klassischen Shopsoftware sprengen möchten.

Vereinfacht ausgedrückt ist ein großer Vorteil von modernen Technologien, ein agiles System zu haben, bei dem man sich im Vorfeld nicht allzu sehr festlegen muss, sondern auf der grünen Wiese etwas entwickeln und schnell reagieren kann. Lediglich die Kernfunktionalitäten müssen vorhanden sein. Bei der Standard-Shop-Software ist es meist andersrum. Diese soll möglichst viele Geschäftsfälle und Funktionen bereits abdecken, was es dementsprechend schwerfälliger bei notwendigen Anpassungen und Erweiterungen macht.

Unterschiedliche Philosophien mit demselben Ziel

Doch auch unter den modernen Technologien gibt es einige Unterschiede. Commercetools beispielsweise ist eine EaaS-Lösung (E-Commerce as a Service) und technisch gesehen damit so ziemlich das Gegenteil von Spryker.

Ongr.io wiederum konzentriert sich eher auf die Ausgabe, das Frontend. Spryker bringt schon für viele Drittlösungen (Payment, Logistik) fertige Komponenten mit. Auch unterstreicht
der Anbieter, dass der modernen Software-Architektur wegen, Anbindungen von Drittsystemen deutlich einfacher sind als bei einer Standard-Shop-Software. Spryker wird auch laufend um verfügbare Funktionalitäten erweitert werden. Eines der Ziele dabei ist, ERP-Systeme mehr oder weniger zu ersetzen bzw. dass diese nur noch als Art Lagerverwaltung benötigt werden.

Wiederum stark vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass Spryker eine Art Online-Shop-Baukasten ist, bei dem der Kunde sich die benötigten Module „zusammenstöpseln“ kann. Wobei das „Zusammenstöpseln“ nicht per Plug & Play abläuft, sondern mit Entwicklungsaufwand verbunden ist.

Wenn also für das jeweilige Geschäftsmodell bestehende Komponenten nicht sinnvoll sind, dann kann man diese einfach weglassen (Gutscheine) oder ersetzen (Katalog, PIM…). Dies macht die E-Commerce-Plattform im Kern schneller, da der Code lange sehr schlank und gut wartbar bleibt.

Commercetools wiederum ist als E-Commerce-as-a-Service, eine Plattform bzw. Framework für Commerce-Funktionen aus der Cloud, zu verstehen. Der Kern ist gehosted, jedoch anpassbar

(PIM, Datenmodell, Objekte oder demnächst auch die Elastic-Search Konfiguration). Alles wird als REST-API ausgeliefert. Die SDKs (Java, PHP, node) sowie Template-Shops, Schnittstellen / Integrationen etc. sind allesamt Open Source.

Trotz aller Unterschiede haben Commercetools und Spryker wohl aber vergleichbare Anwendungsfälle. Die meiste Entwicklung und Anpassung an individuelle Prozesse sowie Logik spielt sich oberhalb des Kerns ab. Spezielle Anforderungen seitens der Kunden oder Entwickler, welche nicht im klassischen E-Commerce verankert sind, können mit beiden Lösungen  verhältnismäßig schnell entwickelt werden.

Von Äpfel und Birnen

aepfel-birnenLetztlich lassen sich die drei erwähnten Technologien Commercetools, Ongr.io und Spryker nur schwerlich vergleichen und der Vergleich mit sogenannter Standard-Shop-Software ist, wie bereits aufgeführt, eigentlich gar nicht möglich. Die oft bemühte Phrase des „Äpfel mit Birnen vergleichen“ trifft hier tatsächlich zu. Dennoch hat Alexander Hofmann vom Shopsystem-Vergleichsportal ecomparo in unserem gemeinsam mit shopanbieter.de erstellten Ratgeber „E-Commerce Frameworks und E-Commerce as a Service (EaaS)“ versucht, die bisher genannten Lösungen und ein weiteres System aus dem US-amerikanischen Raum gegenüber zu stellen.

Die praxisnahen Informationen des Ratgebers und insbesondere die ins Detail gehenden Experten- und Anbietergespräche erlauben dem Leser eine hervorragende Einschätzung, in welchen Fällen und wann die neuen Technologien geeignet sein könnten.

Sie möchten in einem persönlichen Gespräch mit uns erfahren, ob sog. neue Shop-Technologien für Ihr Projekt geeignet sind?

Für ein unverbindliches Erstgespräch stehen wir gerne für Sie bereit.

Telefon: 089 23 23 92 94 0

Bildquellen

Grüne Wiese: CC0 Public Domain, LoggaWiggler @ pixabay
Äpfel und Birnen: CC0 Public Domain, AnkeFB @ pixabay

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