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Rechungskauf mit PayPal Plus

Der Kauf auf Rechnung zählt zu den beliebtesten Zahlungsarten der Kunden im Online-Handel. Für den Verkäufer ist diese Zahlungsart aber risikobehaftet, da Zahlungsausfälle drohen und das Forderungs-Management zu hohen Folgekosten führen kann. Alternativ können Online-Händler auch einen Rechnungskauf anbieten, bei dem sie über einen externen Dienstleister vor Zahlungsausfällen schützen können. Genau das bietet PayPal nun im Rahmen von PayPal Plus an.

paypal-plusMit PayPal Plus können Online-Händler ihren Kunden seit Anfang 2015 mehrere Zahlungsarten unter einem Dach anbieten. Und zwar die Zahlung per PayPal, Lastschrift und Kreditkarte. Seit Ende letzten Jahres gehört auch der Rechnungskauf zum Portfolio von PayPal Plus.

Das Besondere für die Online-Händler: Egal, für welche Zahlungsart sich die Kunden entscheiden: sie zahlen immer eine identische Payment-Gebühr für jede Transaktion. Und die liegt je nach Umsatz zwischen 1,79 % und 2,49 % zuzüglich 0,35 Euro pro Bestellung. Ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz.

PayPal übernimmt das Ausfallrisiko

Wirklich interessant wird PayPal Plus für Online-Händler spätestens deshalb, weil sie bei allen Zahlungsarten vom PayPal-Verkäuferschutz profitieren. Das heißt: Die Händler bekommen ihr Geld sofort auf ihrem PayPal-Konto gutgeschrieben. Egal, ob der Kunde per PayPal, Kreditkarte oder Tage später per Rechnung (direkt an PayPal) bezahlt. Auch mit säumigen Kunden und Zahlungsausfällen haben Kunden nichts zu tun. Das komplette Forderungsmanagement und das Ausfallrisiko übernimmt PayPal – bei allen vier Zahlungsarten.

Für die Händler ist PayPal Plus somit eine attraktive Lösung, weil sie alle wichtigen Zahlungsarten über einen Payment-Dienstleister abwickeln können, sich nicht mehr mit Forderungsausfällen herumärgern müssen und zudem noch vergleichsweise niedrige Gebühren zahlen. Die Kunden profitieren im Gegenzug von einem vielfältigen Zahlungsangebot. Sie können PayPal Plus natürlich auch dann nutzen, wenn sie selbst kein PayPal-Konto haben.

Online-Händler, die mittels PayPal Plus ihren Kunden ab sofort einen Kauf auf Rechnung anbieten wollen, finden für alle gängigen Shopsysteme ein entsprechendes Modul, das sich leicht installieren und konfigurieren lässt. Jedoch kann es zu Konflikten mit anderen Payment-Modulen kommen. So berichten Händler, die das Payone-Modul für Magento installiert haben, dass dieses erst deinstalliert werden musste, bevor man Paypal Plus installieren kann.

Rechungskauf ist nicht für jeden Händler verfügbar

Ist PayPal Plus installiert, werden Online-Händler im Zahlungsmix zunächst nur die Optionen PayPal, Lastschrift und Kreditkarte sehen. Der Kauf auf Rechnung muss von PayPal manuell freigeschaltet werden. Dabei wird geprüft, ob der Shop und der Sortiment für diese Zahlungsart geeignet sind. Kommt PayPal bei der Prüfung zu dem Ergebnis, dass die zu erwartende Zahlungsausfallquote zu hoch ist, wird der Kauf auf Rechnung für den Shop nicht freigeschaltet. Eine entsprechende Regelung findet sich in den Geschäftsbedingungen von PayPal:

„Wir behalten uns vor, PUI (Payment Upon Invoice)  einem Händler nicht anzubieten und es insgesamt oder Teile davon jederzeit zu beenden oder einzuschränken.“

Grundsätzlich angeboten wird der Rechnungskauf über PayPal bei einem Warenkorbwert zwischen 1,50 Euro und 1.500 Euro. Kauft ein Kunde bei einem Online-Shop, der PayPal Plus anbietet, kann der Kunde im Check-out die gewünschte Zahlungsart auswählen und die Bestellung bestätigen. Hat er den Rechungskauf mit PayPal Plus ausgewählt, wird er zu PayPal weitergeleitet und muss dort seine E-Mail-Adresse und sein Geburtsdatum eingeben. Erst anschließend findet eine Bonitäts- und Risikoprüfung statt. Ist diese erfolgreich, wird die Zahlung abgeschlossen. Wenn nicht, bekommt der Kunde einen Ablehnungshinweis und gelangt per Klick wieder zurück zum Online-Shop, wo er den Check-out erneut durchlaufen und dabei eine andere Zahlungsart auswählen kann. So zumindest ist das Standard-Prozedere. In der Praxis scheint das offenbar nicht immer zu funktionieren, denn einige Händler berichten, dass Bestellungen manchmal nicht durchgehen und dann keine Fehlermeldung erscheint, sondern der Kunde einfach wieder im Check-out landet. Was weder für den Händler, noch für den Kunden befriedigend ist.

Ganz neu ist es im Übrigen nicht, dass PayPal Online-Händlern einen abgesicherten Rechnungskauf anbietet. Ein entsprechendes Angebot findet man nämlich schon seit vielen Jahren beim PayPal-Service BillSafe. Der Unterschied zu PayPal Plus: Die Konditionen für den Rechungskauf sind nicht fix, sondern werden individuell verhandelt. Inzwischen können jedoch nur noch Bestandskunden BillSafe nutzen. Interessenten werden an PayPal Plus verwiesen.

Höhere Gebühren

Selbstlos ist die Option Rechnungskauf von PayPal natürlich nicht. So beträgt die Gebühr für Zahlungseingänge bei PayPal Plus zwischen 1,79 – 2,49% + 0,35 € je Transaktion. Dies ist auf den ersten Blick nur etwas teurer, als die „normalen“ Gebühren von 1,5 – 1,7% + 0,35 €.

Zu beachten ist aber, dass die PayPal Plus-Konditionen dann unabhängig von der tatsächlichen Zahlart gelten. Wer also denkt, die höheren Konditionen greifen lediglich beim Rechnungskauf, irrt.

Quellen

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