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Magento Multistores – eine Shopverwaltung für viele Online-Shops

Nicht erst seit gestern empfehlen E-Commerce-Experten den Online-Händlern produktseitig eine eindeutige Positionierung. Einhergehend mit einer klaren Definition ihrer Zielgruppe und deren Ansprache. Doch leichter gesagt als getan. Was, wenn die Zielgruppe nun mal nicht trennungsscharf umrissen werden kann? Ein Multistore-Konzept mit verschiedenen Webshop-Designs und ggf. unterschiedlichen Leistungen ist bei dieser Aufgabenstellung die richtige Lösung. Der Artikel erläutert anhand eines Kundenprojekts, welche Möglichkeiten Multistores bieten und worauf hinsichtlich der Magento Multistores zu achten ist.

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Online-Händler, die sich nicht ausschließlich über den Preis im Markt positionieren möchten, benötigen eine klare Positionierung und Zielgruppenansprache. Shop-Betreiber mit verschiedenen Sortimenten und/oder unterschiedlichen Kundengruppen tun sich jedoch schwer, diese Herausforderung zu bewältigen. Einige Online-Händler fahren daher schon seit längerem die Strategie, mehrere Online-Shops zu betreiben.

Doch jeder, der sein Online-Geschäft ambitioniert betreibt, weiß, wie aufwendig die Administration und Datenpflege eines Online-Shops ist. Eine vernünftige Warenbestandspflege bzw. die Datenhaltung und der Datenaustausch über mehrere Shop-Backends hinweg, ist dabei schier unmöglich und würde unweigerlich ins Chaos führen. Auch deshalb bieten alle professionellen Shopsysteme eine sog. Multistores-Funktion an.

Vielfalt als großer Vorteil

Multistores bieten die Möglichkeit, mehrere Shop-Frontends und damit Online-Shops unter verschiedenen Domains mit nur einem Shop-Backend zu steuern.

Durch die Bearbeitung verschiedener Themengebiete oder Zielgruppenansprachen mit jeweils  angepassten Online-Shops ist es möglich, sehr gezielt auf die Besonderheiten in der jeweiligen Produktgruppe oder Zielgruppe einzugehen.

Die einzelnen Shops lassen sich auf diese Art hervorragend als Experten für ihr jeweiliges Gebiet positionieren. Kunden, die sich für das Thema eines solchen Shops interessieren, fühlen sich dadurch gut aufgehoben.

Erst im Backend werden die Shops zusammengeführt. Die meisten logistischen Prozesse oder Datenprozesse sind ja vom Ablauf her bei allen Shops identisch. Dadurch wird sowohl der Support als auch die Logistik wesentlich besser ausgenutzt.

Der Kernmechanismus lässt sich wie folgend kurz erklären: Es gibt nur eine Shopinstallation mit verschiedenen Frontends für die Multistores. Wobei jedes Frontend bzw. jeder Multistore ein individuelles Design und Funktionen beinhalten kann. Dies erlaubt eine spezifische Ansprache der jeweiligen Kunden-Zielgruppe. Für den Händler zeigt sich die Stärke des Konzeptes in den Backend-Abläufen: So wird ein neuer Artikel beispielsweise lediglich einmalig angelegt und danach in die gewünschten Multishops übertragen. Dies erfolgt nach festgelegten (definierbaren) Regeln natürlich automatisch und mit allen Artikelbildern. Sprache, Versandkosten, Währungen etc. können dabei für jeden Shop einzeln eingestellt werden. In der Regel können auch unterschiedliche Preise, Produktbeschreibungen und -bilder etc. verwaltet werden.

Mit Multistores erfolgreicher im Ausland

Ein anderer Vorteil von Multishops liegt im Auslandsgeschäft: Wo würde z. B. ein Engländer eher ein Autoradio kaufen: Bei „radio-hinze-xy.de“, wo er erst auf eine englische Fahne klicken muss, um den Shop in seiner Sprache aufzurufen – oder bei „carhifi-shop-xy.co.uk“, wo er sofort in seiner Sprache begrüßt wird und die Preise in der für ihn gewohnten Währung „britisches Pfund“ ausgezeichnet sind? Durch das Vermeiden einer Sprachauswahl hält der Kunde den Shop womöglich sogar für einen Online-Shop aus England, was die emotionale Bindung verstärkt. So kann im internationalen Handel die Zielgruppe optimal angesprochen werden.

Perfekt für verschiedene Corporate Identities geeignet

Es gibt jedoch noch andere Gründe für einen Online-Shop. Beispielsweise, wenn ein stationärer Händler für ein stationäres Geschäft eine andere Corporate Identity nutzt, als für seinen bereits bestehenden Online-Shop. Und er seinen stationären Auftritt nun in ein Omnichannel-Konzept übertragen möchte, ohne die klarere Nutzeransprache und -führung des bisherigen Online-Shops zu verlieren.

Bestes Beispiel dafür ist unser Händlerkunde TECHNIK-GALERIE Hausgeräte. Mit über 55 Jahren Erfahrung ist der EURONICS-Partner Profi für Haushaltsgeräte, TV Hifi & Audio, Fotografie, Kommunikation und Computer-Hard- und Software. Bereits seit 2003 betreibt er mit der Marke TECHNIK-PROFIS einen Online-Shop, der über 1.500.000 Kunden in mehr als 26 Ländern bedient.

Gleichzeitig ist er auch Partner von media@home, dem Premium-Konzept der EURONICS. Diese Marke positioniert sich als Anbieter hochwertiger Consumer Electronics. Bei media@home konzentrieren sich über 100 spezialisierte Fachhändler auf ihre Rolle als Beratungs-, Qualitäts- und Kompetenzpartner. Neben der Planung, Montage und Instandhaltung von Satelliten- und Kabel-TV- sowie Alarm- und Überwachungsanlagen gilt ihr Fokus der vernetzten, hochmodernen und hochwertigen Produktlösung.

Die angebundenen Fachhändler können zur Präsentation ihrer Leistungen eine eigene Webpräsenz bei media@home nutzen oder auf ihren eigenen Webshop verweisen. Um diese Zielgruppe, die sich vom eigentlichen Webshop durchaus unterscheidet, nun optimal abzuholen, entschied sich TECHNIK-GALERIE für einen zweiten Online-Shop im Look & Feel des Markenauftritts von media@home.

Dadurch soll eine hochwertigere, dem Sortiment entsprechende Atmosphäre geschaffen werden. Dies macht auch deshalb Sinn, da nicht nur Produkte verkauft, sondern auch Beratung und Service geboten wird. Im neuen Online-Shop können diese beiden Punkte auch entsprechend in den Vordergrund gerückt werden.

Es ist generell ein Vorteil von Multistore-Konzepten, dass sich hierüber auch andere Inhalte transportieren bzw. darstellen lassen. So könnte es auch Multistores für verschiedene Preissegmente geben. Beispielsweise ein Discounter-Shop mit entsprechend preissensitivem Design, einfachem Rückgaberecht und ohne Service- oder Beratungsleistungen. Und ein Premium-Shop mit hochwertigem Aussehen und Produktbeschreibungen bzw. -fotos. Dazu ein telefonisches Beratungsangebot, ein kostenfreies und verlängertes Widerrufsrecht etc. Nur eben mit einer anderen Preisstruktur.

Je fokussierter das Thema eines Shops, umso höher ist seine Konversionsrate.“

Magento Multistore

Doch zurück zu unserem Kundenprojekt. Da der eigentliche Online-Shop auf Magento läuft, war die Realisierung als Magento Multistore naheliegend. So muss der Händler keine zweite Plattform nutzen. Im neuen Shop wird lediglich ein Teilsortiment angeboten – vor allem Markenprodukte mit Bezug zum Thema Smart Home.

Die technische Umsetzung in Magento selbst ist grundsätzlich weniger aufwendig durchzuführen, als man vielleicht annehmen könnte. In Magento wird mit zwei Store Views gearbeitet, die sich vom Aufbau stark ähneln. Layout, Navigation, Header und Footer etc. wurden natürlich angepasst. Vereinfacht wurde die Situation zusätzlich, da alle Funktionen aus dem Basisshop in den neuen Online-Shop übernommen werden konnten. Alternativ könnten auch diese jedoch separat eingesetzt werden.

Im Webdesign selbst hat unser Kunde die Möglichkeit, alle Teaserflächen und Texte individuell für jede Store View zu pflegen und somit das Erscheinungsbild zu beeinflussen.

Die korrekte Übergabe der Bestelldaten in Magento an das angebundene ERP-System läuft dann wieder automatisiert, in dem unterschieden wird, in welchem Online-Shop gekauft wurde. Die Warenwirtschaft holt diese Info entsprechend ab und verarbeitet sie demzufolge weiter. Beispielsweise indem unterschiedliche Rechnungs- und Lieferformulare generiert werden.

Gleiches gilt auch beim Marketing. Über ein eindeutiges Kennzeichen weiß das Newsletter-Tool, welchem Shop der Kunde zuzuordnen ist und steuert dementsprechend seine Marketingkampagnen automatisiert aus.

Vorteile

  • Nach außen hin mehrere Shops, aber nur ein Magento-System, über das man alle Online-Shops verwalten und pflegen kann. Dies ist für den Kunden leichter und übersichtlicher und spart Aufwand. Man legt also z. B. ein Produkt einmalig an und steuert individuell Preise, Texte, Verfügbarkeit etc. auf Storeebene.
  • Multistores können relativ schnell und mit geringem Aufwand umgesetzt werden, wenn sich die verschiedenen Multistores vom Aufbau, Layout und Inhalt sowie der Funktionsweise nicht erheblich unterscheiden.
  • Die Shops können individuell aufgebaut werden: eigene Sprachen, Währungen, Layouts, Funktionen, Domains, Artikel (und Lagerbestände), Kosten etc.
  • Notwendige System-Updates für die Multistores müssen stets nur einmal in der zentralen Shopinstallation durchgeführt werden.

Nachteile

  • Die Skalierbarkeit ist im Hosting aufwendiger als bei zwei bzw. mehreren Shopinstallationen auf getrennten Servern. Dies kann jedoch durch Clustern gelöst werden.
  • Bei Wartungsarbeiten für einen Multistore bzw. der Shopinstallation oder bei Downzeiten sind alle Multistores betroffen. Bei Einführung neuer Funktionen bei einem oder allen Multistores müssen alle Multistores auf mögliche Auswirkungen hin getestet werden. Dies gilt auch bei Änderungen in der Shopinstallation.
  • Multistores für unterschiedliche Länder-Websites liegen im IP-Bereich des Hauptshops (Shopinstallation).

Worauf beim Betrieb von Multistores zu achten ist

Es gibt durchaus verschiedene Dinge zu beachten: Sollen am Frontend funktionelle Verbesserungen durchgeführt werden, so muss geprüft werden, ob alle Online-Shops oder nur einzelne betroffen sind. Korrekturen oder Neuerungen im Backend bzw. Adminbereich wiederum betreffen alle Frontends. Entsprechend müssen diese zunächst immer in allen Shops überprüft und dann auch ausgerollt werden.

Grundsätzlich sollte sich das Unternehmen bewusst sein, dass Multistores mehr Aufwand erfordern bspw. für unterschiedliche Strategien, unterschiedliches Marketing, Mehraufwand zur Contentpflege etc. Gerade für kleinere Unternehmen ist es sicherlich schwierig, sich auf mehrere Online-Shops gleichwertig zu fokussieren. Vermutlich auch aus diesem Grund hat das Konstrukt meist einen Shop, der den Hauptumsatz bringt, während die anderen – möglicherweise Nischenshops ­– entsprechend geringere Umsätze haben.

 „Synergien und damit Sparpotentiale ergeben sich vor allem im Backoffice, beim Kundenservice und in der Logistik.“

Herausforderungen ergeben sich weniger aus technischer Sicht, sondern eher beim SEO-Marketing und der Gefahr vor Duplicate Content, vor allem bei den Produktbeschreibungen. Doch auch dies lässt sich mit sorgfältiger Arbeitsweise und Berücksichtigung einiger weniger Regeln gut in den Griff bekommen.

Gerne unterstützen wir auch Sie bei der Konzeption, Einführung und Einrichtung eines Multistore-Konzepts. Sprechen Sie uns einfach an. Wir stehen für ein unverbindliches Erstgespräch gerne für Sie bereit.

Telefon: 089 23 23 92 94 0

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Bildquelle

  • CC0 Public Domain, geralt @ pixabay

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