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Diese 2017er-Trends sollten Sie 2018 nicht aus den Augen verlieren

Auch im vergangenen Jahr hat sich unsere volatile Branche wieder mit vielen Neuheiten beschäftigt. Unter den vielen Säuen, die dabei durchs Trends-Dorf getrieben wurden, sind uns sieben aufgefallen, die auch ein Jahr nach dem Hype noch das Zeug dazu haben, den E-Commerce zu verändern. Deshalb hier die Trends aus 2017, die Sie 2018 nicht verpassen sollten.

  1. Mobile First

Streng genommen ist die Idee, eine Website oder einen Online-Shop vornehmlich nach den Kriterien der mobilen Nutzung zu designen, natürlich keine Erfindung von 2017. Die Idee geistert schon länger durch die Branche und ihre Vertreter finden mit der zunehmenden Bedeutung des mobilen Kanals immer mehr Gehör. 113 Minuten täglich nutzten deutsche Internet-User 2017 das mobile Internet, weiß Statista; rund die Hälfte des Traffics in deutschen Online-Shops stammte von mobilen Endgeräten. Ende des Jahres wandelte sich das Prinzip „Mobile First“ dann von einem „Nice-to-Have“ zum absoluten „Must-Have“: Google brachte den bereits 2016 angekündigten „Mobile Index“ in die Startlöcher. Sobald der Roll-out beendet ist, werden Suchanfragen vom Smartphone respektive vom Desktop mit zwei unterschiedlichen Such-Indices bedient. Wer dann keine für die mobile Nutzung optimierte Website hat, wird von seinen Smartphone-Besuchern schlichtweg nicht mehr gefunden. Mobile First ist also ein Trend, dessen Zeit nach einer langen Vorwarnphase, 2018 endgültig gekommen ist. Wobei: Einige Denker wie der streitbare Professor Gerrit Heinemann halten Mobile First für veraltet – und drängen stattdessen auf Mobile Only.

  1. Plattform-Ökonomie

Wie nennt man es, wenn IKEA ein Start-up übernimmt, das unter anderem Aufträge für das Zusammenbauen von Billy-Regalen an Hobby-Schrauber vermittelt? Oder wenn Zalando seine App für externe Service öffnet, mit denen User beispielsweise ihren Farbtyp bestimmen können, bevor sie sich ein neues Oberteil aussuchen? Oder wenn Media-Saturn mit Grover kooperiert, um in seinem Online-Shop Elektronik auch zur Miete anbieten zu können? All diese so unterschiedlichen Beispiele sind Ausprägungen eines Trends, der schon seit einigen Jahren den E-Commerce umkrempelt: die Plattform-Ökonomie. Wenn Online-Händler auf einmal mehr sein wollen als bloße Vermittler, sondern stattdessen die gesamte Wertschöpfungs- und Service-Kette rund um ihr Produkt abbilden möchten, machen sie sich zur Plattform. Sie kooperieren mit Service-Anbietern, binden Händler mit anderen Sortimenten auf ihren Online-Plattformen ein oder investieren in Beratungsleistungen – und machen sich damit in ihrem Themenbereich mehr und mehr zum zentralen Ansprechpartner für ihre Kunden. Diese Entwicklung ging 2017 erstmals in die Breite; in diesem Jahr dürfte sie sich nochmals stark beschleunigen.

  1. Voice Commerce

Sprachassistenten wie Amazons Alexa sind auf dem besten Wege, den E-Commerce komplett umzukrempeln. Alexa kann über Lieferando Pizza beim Lieblingsitaliener bestellen, mithilfe von Allyouneed Fresh eine Einkaufsliste erstellen, mit Mytaxi ein Taxi ordern und DHL oder DPD fragen, wo ein erwartetes Paket bleibt. Was sie noch nicht kann: Bei Amazon sinnvoll einkaufen. Auf die Frage „Alexa, ich möchte ein Buch bestellen“, antwortet sie „Ich weiß nicht, wie ich Dir dabei helfen kann“, wie der Selbstversuch der Internetworld.de-Autorin Daniela Zimmer gezeigt hat. Amüsante Tests dieser Art könnten 2018 deutlich seltener zu lesen sein. Denn über 5.000 Amazon-Entwickler  arbeiten derzeit daran, Alexa immer smarter zu machen. In weniger als sechs Monaten haben sie die Fähigkeiten des Sprachassistenten verdoppelt. Diese rasende Entwicklungsgeschwindigkeit dürfte 2018 nur noch zulegen. Was Alexa dann sch on 2019 alles drauf hat – das kann man sich heute kaum vorstellen.

  1. Content Marketing

Die Verbindung von redaktionellem Content und Verkaufsstrategie funktioniert, das bestätigen mittlerweile viele Studien. 51 Prozent der befragten Unternehmen einer Forrester-Studie, die sich bereits in Content Commerce versuchen, verzeichnen beispielsweise höhere Umsatzzahlen. Die Mehrheit der ­Befragten gab an, auch in Zukunft in Content Com­merce investieren zu wollen. Denn damit Content Commerce wirklich funktioniert, muss vor allem eines vorhanden sein – guter hochwertiger Content, der für die Zielgruppe wirklich von Bedeutung ist. Gute Beispiele wie das Online-Magazin des Fahrradherstellers Bulls zeigen auf den ersten Blick, wie viel Aufwand in der ­Produktion jeder einzelnen Ausgabe steckt. Das zweite Problem liegt in der Messbarkeit: Content Commerce zahlt auf verschiedenste Kennzahlen ein – Markenbekanntheit, Verweildauer auf der Website, Engagement, Traffic, aber auch Conver­sion Rate und Umsatz. Wie relevant jedoch genau der mühsam erstellte Content für jeden einzelnen Klick des Nutzers ist, kann nur schwer erfasst werden.

  1. Social Commerce

Der Verkauf über soziale Netzwerke ist einer der Trends, die vor Jahren bereits gehypt, dann totgesagt und jetzt wiederbelebt wurden. Das liegt auch daran, dass die Facebook, Instagram und Co. im letzten Jahr stark in ihre eigenen E-Commerce-Pläne investiert haben. Facebook startete mit dme „Marketplace“ einen unverhohlenen Ebay-Konkurrenten, Instagram lässt mit „Shop Now“-Button den Kauf von präsentierten Produkten direkt in seiner App zu – die schicken Schuhe, die ein Influencer in seinem Feed trägt, könnten seitdem direkt via Instagram gekauft werden. Auch als Werbekanal wird Social Media für E-Commerce-Player immer wichtiger. Die zielgenauen Targeting-Möglichkeiten von Facebook oder die Reichweite von Instagram- und Youtube-Influencern steigern den Return-on-Ad-Spent erheblich. Der Nachteil: Je höher das wirtschaftliche Interesse von Unternehmen an den sozialen Netzwerken ist, desto härter auch die Konkurrenz um die Sichtbarkeit: Die meisten Social Media- Beiträge von Unternehmen werden durchschnittlich gerade einmal von 16 Prozent oder weniger Fans gesehen werden. Je mehr Follower dazu kommen, desto kleiner wird diese Zahl und kann bis auf 2% absinken. Der Kampf um Kunden in den Social-Media-Kanälen ist in etwa vergleichbar mit dem Kampf um ein gutes Suchmaschinenranking, der vor einigen Jahren begann.

  1. Personalisierung

Personalisierung ist das große Thema im E-Commerce der letzten 24 Monate. 2018 wird Personalisierung– also die Kuratierung eines Angebots nach den individuellen Wünschen und Interessen eines einzelnen Kunden – auf den Agenden vieler E-Commerce-Manager noch weiter nach oben rücken. Zalando beispielsweise will in den nächsten anderthalb Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in das Thema Personalisierung investieren, um jedem Kunden einen individuellen Onlineshop anbieten zu können, der eine optimierte, reduzierte Auswahl aus den insgesamt 300.000 Artikeln darstellt. Derzeit sollen 600 der 1.900 Tech-Mitarbeiter an der Personalisierung und der dahinter stehenden künstlichen Intelligenz arbeiten. Aber auch kleinere Player bemühen sich darum, Ihren Kunden immer noch besser passende Angebote zu schneidern, sei es mithilfe personalisierter Filter, selbstlernender Reccomendation Engines oder Personal Feeds im Login-Bereich. Insgesamt gilt beim Thema Personalisierung aber: Es gibt viele interessante Ansätze – so richtig perfekt funktioniert es aber noch bei keinem Player.

  1. Chatbots

Seit Facebook vor anderthalb Jahren Chatbots für seinen Messenger zuließ, boomt die neue Technologie: 200.000 Bots waren im Januar 2018 für den Messenger verfügbar, hat Statista kürzlich gezählt. Auch E-Commerce-Unternehmen erhoffen sich von Chatbots eine Menge. Die US-Kosmetikmarke Sephora erregte bereits 2016 Aufsehen mit einem Chatbot, der Nutzern nicht nur die passende Kosmetiklinie für ihren Hauttyp empfehlen, sondern ihnen die entsprechenden Produkte über eine angebundene Shopping-Funktion auch direkt verkaufen ­konnte. Mittlerweile sind Chatbots im Handel weit verbreitet: Es gibt einen Zalando-Bot, einen H&M-Bot, einen 1-8000-Flowers-Bot, einen Burberry-Bot und viele mehr. Allerdings bleiben vor allem die deutschen Verbraucher Chatbots gegenüber extrem misstrauisch. Nach der technischen Reife muss also zwingend die Überzeugung der Nutzerschaft folgen, wenn die Technologie sich durchsetzen soll.

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Bildquelle: CC0 Creative Commons, geralt @ pixabay

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